Johannes Regin

Johannes Regin bietet mit seinen sensiblen Zeichnungen einen erlösenden Ausgleich zu den technischen Rastersystemen, denen unsere Augen täglich ausgesetzt sind, mit intuitiv gesetzten Punkt- und Strichfolgen auf Papier, Fundstücken, Planen und auf Innen- oder Außenwänden. Er reagiert auf das von ihm ausgewählte Material, wenn es um die Größe seiner Punktfolgen geht und ob sie zeichnerisch oder malerisch aufgesetzt bzw. ins Fundstück hineingestochen oder -gestanzt werden müssen. Verdichtung und Komplexität wachsen seinen Überzeichnungen zu, indem Spannungsverschiebungen im Rhythmus der Punktraster, kleinste Abweichungen, durchsickernde alte Farbspuren und Zeichenfragmente zusammengeführt werden und doch je für sich wahrnehmbar bleiben. Oft wird sanft berührend ein Schwebezustand hervorgerufen, farbig gesetzte Rasterpunkte können allerdings auch zu überflutenden Wellen werden. Auf dem Weg des Findens und Erfindens durchquert Johannes Regin das irrationale Terrain Berlins, um sich hier zu behaupten.

Inga Kondeyne

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